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(Vorgängerwaffensystem von HAWK.)
1964 wurden die Bofors gegen das Waffensystem HAWK eingetauscht.
Einsatz:
Ein Geschütz wird vom Geschützführer und fünf Kanonieren besetzt. Mit dem Radargerät bzw. Leitgerät können alle Geschütze elektronisch ferngesteuert werden. Zur Batterie gehört außerdem ein optischer Zielzuweiser und ein Stromaggregat, mit dessen Hilfe das Radargerät und die Fernsteuerungen bedient werden. Mit Hilfe des Radargerätes werden die anfliegenden Maschinen angepeilt und der Standort festgestellt. Durch ein vollautomatisches elektronisches System haben die Radargerätebediener die Möglichkeit, die Geschütze auf ihr Ziel ohne Mitwirkung der Geschützbedienung anzuvisieren und sie abzufeuern. Die Bedienungsmannschaft hat nur noch die Aufgabe das Geschütz in Stellung zu bringen und nachzuladen. Mit 240 Schuss pro Minute und einer Reichweite von 4500m sollen tieffliegende Maschinen bis überschallgeschwindigkeit sicher bekämpft werden. Beim Ausfall der Stromaggregate oder des Radargerätes ist eine manuelle Bedienung weiterhin möglich.
Geschützbesatzung des Luftwaffen-Flugabwehr-Bataillon 46 auf einer Übung in Euskirchen 1961
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| Flak 40 mm L70 BOFORS in Stellung (Übung in Euskirchen 1961) Foto: Erwin Mitschdörfer |
Gechützcrew einer Flak 40 mm L70 BOFORS (Übung in Euskirchen 1961) Foto: Erwin Mitschdörfer |
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Flak 40 mm L70 BOFORS (Übung in Euskirchen 1961) |
Geschichte:
Die 40 mm Flugabwehrkanone des schwedischen Unternehmens Bofors geht auf eine Anforderung der schwedischen Marine zurück, die ein leistungsfähigeres Flugabwehrgeschütz benötigte. Zwischen 1929 und 1930 wurde die 40 mm Fla-Kanone als reine Marineversion entwickelt. Erst 1935 kam eine bodengestützte Version hinzu. Charakteristisch für die landgestützte, transportable Version war die Kreuzlafette. Der erste Abnehmer dieser Waffe war das belgische Heer. Später setzte sich die 40 mm Bofors in den Streitkräften vieler Staaten durch. Sie wurde zur Hauptwaffe im Bereich der mittleren Flak. Lizenzfertiger waren u.a. Österreich, Ungarn, Norwegen, die USA, Kanada, die Sowjetunion und Großbritannien. Die deutsche Bezeichnung im Zweiten Weltkrieg war 4 cm Flak 28 "Bofors". Die Wehrmacht setzte zuerst auf Eigenentwicklungen wie die 3,7 cm Flak. Nach der Besetzung Österreichs 1938 kamen die deutschen Militärs zum ersten Mal in Kontakt mit der in Lizenz gefertigten 40 mm Bofors. 1939 wurde die Bofors dann offiziell in die Bestände der Wehrmacht übernommen.
Nutzungszeitraum bei der Bundeswehr:
1957 bis 1965 (Danach an Heer und Marine abgegeben.)
Einheiten:
Luftwaffenflugabwehrbataillone 41 bis 48
Mehr zum Luftwaffen-Flugabwehr-Bataillon 48
Mehr zum Luftwaffen-Flugabwehr-Bataillon 46
Technische Daten:
offen zu schießende Waffe Flak 40 mm L70 BOFORS (schwedisches Produkt)
- 1 Geschützzug besteht aus:
- 1 Feuerleitgerät "Fledermaus"
- 3 Generatoren "Bauscher" 30kVA (geschützte Stromversorgung)
- 5 Mann Besatzung
- 1 Geschützführer
- 2 Richtschützen K1 und K2
- 2 Ladeschützen K 3 und K4
- Gewicht
- in Fahrstellung: 4700 kg
- in Feuerstellung: 3850 kg (ohne Fahrgestell)
- Rohrgruppe: 136 kg
- Vorhohlfeder: 26,6 kg
- Verschlusskeil: 5,4 kg
- Das Rohr
- Rohrlänge: 2800 mm
- 16 Züge und Felder progressiver Rechtsdrall von 3 auf 6 Grad ansteigend
- V0: 1000 m/sec
- Schussfolge (Kadenz): 240 Schuss/Minute
- Munition:
- Kaliber: 40mm
- Patronengewicht: 2,4 kg
- Ladestreifen: 4 Schuss
- Bereitschaftsladung: 16 Schuss
- Reichweite (Vollgeschoss): 12,6 km
- Reichweite (Sprengmunition): 3,8 km
- Richtgeschwindigkeit Seitenwinkel: 75 Grad/Sekunde
- Richtgeschwindigkeit Höhenwinkel: 45 Grad/Sekunde
- Höhenrichtbereich: - 5 Grad bis + 90 Grad
- Seitenrichtbereich: 360 Grad
- Geschütz kann betrieben werden in:
- mechanischer Arbeitsweise
- elektrisch, hydraulisch
- ferngerichtet durch Feuerleitgerät Fledermaus
- Länge: ca. 6,20 m
- Breite: ca. 1,95 m
- Höhe: ca. 2,05 m
- max. Schussweite: ca. 9000 m
- max. Schusshöhe: ca. 4480 m
Quellen: Daten bzw. technische Informationen sowie das Bildmaterial auf dieser Seite stammen von Klaus Frankeser, Erwin Mitschdörfer (Ehemalige des Luftwaffen-Flugabwehr-Bataillon 46) und Detlef Belbe.
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Einen Kommentar hinzufügen
Kommentar von Eigendorf | 14.11.2011
hallo, Ich habe mich über die L70 Bilder gefreut. War 1969 bis 1970 in Fritzlar bei 2./Flak 5 am Radargerät und mehrmals zum Schießen in Todendorf.
Kommentar von Erich Wagner | 22.02.2012
Ich Habe mich über die Bilder und die Beschreibung sehr gefreut. Ich war als Bediener am Feuerleitgerät eingeteilt. 18 Monate war ich bei der Bundeswehr in Aurich. Auch war ich in Todendorf an der Ostsee beim Luftzielschießen. Wir haben damals 21 Tage Sonderurlaub durch die Schießerei bekommen. Selbst den Luftsack habe ich als B1 runter-geholt! Das war 1963. Vielleicht bekomme ich einmal eine Antwort auf diese Mail! 73
Kommentar von Rolf Rennert | 06.03.2012
Auch ich war als Wehrpflichtiger bei Luftwaffen-Flugabwehr in Süddeutschland. meine Einheit war das LW-Fla.Bat. 43 in München und später Landsberg/Lech. Nach meiner Entlassung begann die Umrüstung auf Hawk-Raketen. Es freut mich, das ich diese Seite gefunden habe.
Kommentar von Heinz-Günter Schüler | 14.04.2012
Hallo,
ich war vom 1.4.61-30.6.62 beim 2./LwFlaBtl 48 in Goslar-Büchel-Ulmen als Flg.-Bediener,ebenfalls in Todendorf zum schießen. Habe noch so ähnliche Bilder wie hier gezeigt.
Evtl. meldet sich jemand.
Kommentar von Bernd Nippert | 16.04.2012
Hallo, ich kann dem Kommentar von E Wagner nur anschließen.
War 66/67 W 18 beim Fla BTl 4 in Regensburg auch am FLG.
2x Todendorf
1x Hohenfels
1x Grafenwöhr
Munsterlager geschwänzt(war verliebt!)
Toll daß man hier Fotos hat aus alten Zeiten. Über das FlaBtl4 12.Div IV,Korps finde ich nix, weiß jemand ne Seite?
schön daß ich diese hier gefunden habe !