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Die Geschichte der 1./Flugabwehrraketengruppe 38

Wappen der 1.38Die Geschichte der 1./Flugabwehrraketengruppe 38 begann am 01. August 1959. An den Standorten Nörvenich und Krummenort wurde das Luftwaffenflugabwehrbataillon 46 aufgestellt und war zunächst mit den Kanonen des Typs "Bofors 40mm 70 L" ausgestattet. 1965 wurde das Bataillon mit dem Flugabwehrraketensystem HAWK ausgerüstet und in Flugabwehrraketenbataillon 38 umbenannt.

Der erste große Umzug geschah 1967, als das Flugabwehrraketenbataillon 38 nach Heide in Schleswig-Holstein verlegen musste. Die erste "Batterie" bekam ihre Einsatzstellung in Hude und die Truppenunterkunft befand sich in Husum. 23 Jahre leisteten die Soldaten des 1./Flugabwehrraketenbataillon 38 ihren Dienst in der integrierten NATO-Luftverteidigung am Standort Husum. Um die Einsatzbereitschaft der 1./38 unter Beweis zu stellen, unterliegt die Staffel schon in Friedenzeiten einem festgelegten Überprüfungsmodus durch die NATO. Dazu zählen Tactical Firings (früher ASP) auf Kreta und TacEvals/OpEvals.

Im Rahmen weiterer Umstrukturierungen wurde die 1./38 mehrmals umbenannt. Aus 1./Flugabwehrraketenbataillon 38 wurde zunächst 1./Flugabwehrraketengeschwader 38 und später wurde sie in 1./Flugabwehrraketengruppe 38 umbenannt. Alle Umstrukturierungen überlebte die 1./Flugabwehrraketengruppe 38 bis zum 31.12.2002 und wurde am 01.01.2003 zur 1./Flugabwehrraketengruppe 14 umgegliedert. Im Jahr 1990 fand die 1./38 (jetzt 1./14) ihre neue Heimat, bis zum heutigen Tage in Bad Arolsen-Mengeringhausen.

Die 1./Flugabwehrraketengruppe 38 ist mit dem Waffensystem HAWK ausgestattet. Anfang der 50er Jahre wurde angesichts der militärischen Bedrohung ein Flugabwehrsystem für die Bekämpfung von Flugzielen in niedrigen und mittleren Höhen gefordert, um Lücken in der Luftverteidigung in Mitteleuropa zu schließen. Das Waffensystem HAWK (Homing All the Way Killer) wurde bereits 1954 von der Firma RAYTHEON für die US-Army entwickelt. Der Auftrag des Waffensystem HAWK ist, Flugziele in mittleren bis sehr tiefen Höhen mit dem Ziel der Vernichtung zu bekämpfen.

Die Geschichte der 1./Flugabwehrraketengruppe 14

Wappen 1.14Die Flugabwehrraketengruppe 14 wurde zum 01. Januar 2003 in Burbach, Siegerland-Kaserne, aufgestellt. Im Rahmen der Luftwaffenstruktur 5 wurde aus den zusammengefassten Flugabwehrraketengruppen 38 (HAWK) in Burbach und 42 (Roland) in Schöneck die neu aufgestellte Flugabwehrraketengruppe 14 gebildet. Der Verband war einer von insgesamt vier typgleichen Verbänden in der Luftwaffe. Die Flugabwehrraketengruppe 14 umfasste vier Einsatzstaffeln, jeweils zwei mit dem Waffensystem HAWK bzw. Roland ausgestattet, eine Versorgungsstaffel sowie einen Stab und eine Stabstaffel. Seine Heimat fand der neu aufgestellte Verband an den Standorten Burbach (NRW), Schöneck (Hessen) und Bad Arolsen (Hessen). Am Standort Burbach befand sich der Stab, die Stabstaffel sowie die 2. Einsatzstaffel mit dem Waffensystem HAWK. Der Standort Schöneck beheimatete die Versorgungsstaffel sowie die 3. und 4. Einsatzstaffel mit dem Waffensystem Roland. Am Standort Bad Arolsen befand sich die 1. Einsatzstaffel mit dem Waffensystem HAWK. Im Zuge einer erneuten Umstrukturierung der Luftwaffe, welche im Mai 2003 beschlossen wurde, wurde die Flugabwehrraketengruppe 14 mit Wirkung vom 31. Dezember 2003 vom Einsatzauftrag entbunden. Die Auflösung der 1. Einsatzstaffel endete am 17.12.2004 mit der Schließung der Prinz-Eugen-Kaserne in Bad Arolsen.

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