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Luftwaffen-Flugabwehr-Bataillon 46

tl_files/hawkies/Staffeln/bat46/wappen.jpgIm Rahmen des beginnenden Aufbaus der Bundeswehr stellte das Heer 1956 die ersten Flugabwehrbataillone auf, die mit Maschinengewehren und Kanonen der unterschiedlichsten Kaliber ausgestattet wurden. Die Luftwaffe erhielt erst nach Indienststellung der ersten Geschwader zum Schutz der Flugplätze eigene Luftwaffenflugabwehrbataillone, die mit der radargesteuerten Flak 40 mm L 70 ausgerüstet waren. Aufgrund der Bündnisverpflichtungen mit der Integration der Flugabwehr in das NATO-Luftverteidigungssystem, wurden Heeres- und Luftwaffenflugabwehr 1964 getrennt.

 



Kommandeursübergabe von Major Lischek an Major KeilberthAm 01.08.1959 wurde das Luftwaffen-Flugabwehr-Bataillon 46 aus Kadern der LwFlaBtl 41, 42 und 44 zusammengestellt (Aufstellung des Vorkommandos zunächst in Essen).
Das Flugabwehrbataillon ist das achte das bei der Bundeswehr aufgestellte wurde und untersteht der dritten Luftverteidigungsdivision Münster. Am 30.10.1959 gehörten dem Bataillon bereits 600 Soldaten an, davon 200 Wehrpflichtige die am 01.10.1959 einberufen wurden. Die Endstärke von über 900 Mann sollte im Januar 1960 erreicht werden. Bataillonskommandeur ist zu diesem Zeitpunkt Major Friedhelm Losch aus Bonn, sein Stellvertreter ist Hauptmann Herbert Lischeck.


Standort: Nörvenich

Die neue Wache in Nörvenich  1965 Bau der Freileitung Nörvenich 
Neue Wache Nörvenich 1962 1965 Bau der Freileitung Nörvenich

[Fotos vom Standort Nörvenich 1959 - 1965]

 

[Grundausbildung in Nörvenich 1963 - 1965]

Waffensystem: Bofors L70 (bis 1965) dann HAWK

Ein Fla-Bataillon bestand aus:

  • Stab
  • Stabsbatterie
  • 3 Geschützbatterien + Radargeräte
  • 1Ausbildungsbatterie
  • Sanitätsstaffel

Batailllonskommandeure:

Major Friedhelm Losch 03.09.1959 – ?
Major Norden, Hans-Günter ? - 16.03.1962
Oberstleutnant Werner Schulz 16.03.1962 – 30.08.1963
Major Lischeck, Herbert 30.08.1963 – 01.10.1964
Major Keilberth, Theodor 01.10.1964 –

 

 Major Losch, Friedhelm  Major Norden, Hans-Günter  Oberstleutnant Schulz, Werner  
Major Losch, Friedhelm Major Norden, Hans-Günter Oberstleutnant Schulz, Werner
 Major Lischeck, Herbert  Major Lischeck und Major Keilberth beim Abschreiten der Front, anlässlich der Kommandoübergabe. 
Major Lischeck, Herbert

Major Lischeck und Major Keilberth

beim Abschreiten der Front,

anlässlich der Kommandoübergabe.



Am 01.09.1965 erfolgte die Umbenennung in FlaRakBtl 38 mit Stab/Stabs-/, 1./ bis 4./ und LwSanStff.

1965 erfolgte die Verlegung des gesamten Bataillons nach Krummenort bei Rendsburg.

 

Dürener Nachrichten vom 08.02.1961

Soldaten saßen im Elferrat

Gelungene Karnevalssitzung des Fla-Bataillons 46 Nörvenich, in der Stadthalle mit vielen Spitzenkräften

Düren. Als gut gelungen kann die karnevalistische Sitzung des Fla-Bataillons 46 Nörvenich bezeichnet werden, die am montag nachmittag rund 5 Stunden lang in der Stadthalle ablief bei dieser Sitzung saßen nur Soldaten, vom Kanonier bis zum Hauptmann, im Elferrat. Über 800 Soldaten, zum Teil mit Familienangehörigen, waren der Einladung zu dieser Sitzung gefolgt.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Fla-Bataillon 46 Nörvenich in der Stadthalle eine karnevalistische Sitzung durchgeführt. Auch die Sitzung im vergangenen Jahr erfreute sich eines außerordentlich guten Besuches. Die jetzige Sitzung, die im Rahmen der Truppenbetreuung durchgeführt wurde, stand wiederum unter der Leitung des bewährten Präsidenten, Oberfeldwebel Jupp Bauendahl, ein gebürtiger Aachener, der fast pausenlos Sänger und Redner auf die Bühne und die Bütt schickte. Vor der Veranstaltung waren die Anwesenden durch den Kommandeur des Fla-Bataillon, Major Norden, begrüßt worden.

Keine Mühen gescheut

Zur Sitzung hatte man keine Mühen gescheut, viele bekannte Kräfte aus Köln und Aachen zu verpflichten. So stellten sich vor: Willi Millowitsch mit seinen beiden neuen Karnevalsliedern, Martin Kern aus Aachen, Hubert Emonts aus Aachen, Theo Schechtel aus Köln als Büttenredner, Fritz Weber aus Köln als Sänger, Maria Haller aus Aachen mit einer gelungenen Parodie, Karl Küpper und die drei Latze aus Aachen, Friedel Schwarz, Carla Graßmann aus Köln und das Steingaß-Terzett. Die Dürener Karnevalsgesellschaft Kruuschberger Funken hatte die Bühnendekoration für diesen Nachmittag zur Verfügung gestellt.

Für die Mitwirkenden verteilte Jupp Bauendahl neben den üblichen Orden auch geschmackvoll gestaltete Urkunden. Neben den Rednern und Sängern zogen an diesem Nachmittag noch auf die KG Oecher Duemjroefe mit Damen und die Närrische Kölnische Karnevalsgesellschaft. Prinz Klaus I. aus Aachen, der an diesem Nachmittag verhindert war, hatte einen Abgesandten nach Düren geschickt, der 50 Mark überreichte als Spende für das Ehrenmahl in Düren. Der Reinerlös der Veranstaltung des Fla-Bataillons soll der Stadt Düren für die Gestaltung des Ehrenmals am Rathaus zur Verfügung gestellt werden.

Zum karnevalistischen Nachmittag des Fla-Bataillons, bei dem es fast nur Höhepunkte gab, wurde das Alaaf durch die Kommandos links um, rechts um und Abteilung kehrt ersetzt. Die Vorbereitung der Veranstaltung lag im Wesentlichen in den Händen von Hauptfeldwebel Vossen, für den es eine besondere Rakete zum Dank gab.

Der Reinertrag aus der Veranstaltung in Höhe von 631,20 DM wird heute von Major Norden zur Ausgestaltung des geplanten Dürener Ehrenmals überreicht werden. Im vergangenen Jahr hatte das Fla- Bataillon 46 Nörvenich den Reinertrag der karnevalistischen Veranstaltung in Höhe von über 400 Mark zur Gestaltung von Kriegsgräbern auf Kreta zur Verfügung gestellt.

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Kommentar von Walter Stroetges | 03.01.2016

Ich war damals Kanonier im LWFlaBat. 46 und habe die Karnevalssitzung in Düren mit organisiert. Eine schöne Zeit.
Stroetges, Obergefreiter a.D.