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Burbacher Soldaten beim Raketenschießen auf Kreta erfolgreich.

08.04.2007 21:40 von Jens Joel (Kommentare: 0)

Pressemitteilung vom 26.06.1997
Flugabwehrraketengruppe 38 probte scharfen Schuss in Griechenland.


80 Soldaten der Flugabwehrraketengruppe 38 (FlaRakGrp) 38) aus der Siegerland-Kaserne nahmen vom 15. - 23. Juni 1997 am taktischen Schießen der Flugabwehrraketensysteme HAWK, PATRIOT und ROLAND auf dem NATO-Schießplatz NAMFI (NATO MISSILE FIRING INSTALLATION) in der Souda-Bucht auf Kreta teil. Das seit Jahrzehnten durchgeführte Flugzielschießen im Einheits- bzw. Staffelrahmen trägt dem veränderten Einsatzkonzept der Luftverteidigungskräfte Rechnung und wird im Verbund der Waffensysteme eines Geschwaders durchgeführt. Somit waren die Burbacher Soldaten der FlaRakGrp 38 inein gemischtes Einsatzkontigent, zusammen mit Kameraden der FlaRakGrp 21 aus Möhnesee / Echtrop und der FlaRakGrp 42 aus Schöneck, unter der taktischen Führung des Flugabwehrraketengeschwaders 4, Burbach, eingesetzt. nach einer intensiveb Vorbereitungszeit verlegte erstmalig ein insgesamt 300 Mann starkes Einsatzkontigent mit Airbus A310 und Transall C160 nach Kreta. Die Bedeutung des taktischen Schießens als einer der Ausbilsungs- und Übungshöhepunkte für die Flugabwehrraketenverbände wurde durch die Teinahme hochrangiger Beobachter und Gäste aus dem politischen, militärischen und zivilen Bereich unterstrichen. So überzeugte sich Staatssekretär Dr. Wichert aus dem Verteidigungsministerium persönlich vom Leistungsvermögen der Soldaten. Der stellvertretende Befehlshaber des Luftwaffenführungskommandos, Generalmajor Jörg Köpke war der höchstrangige militärische Beobachter.


In Begleitung der Burbacher Soldaten reisten Bürgermeister Hermann-Josef Droege, Militärpfarrer Pastor Thomas Stolz und der Gemeindebrandmeister Rolf Lengenberg im Kontigent mit. Die Schwerpunkte des taktischen Schießens lagen zum einen auf der Vorbereitung der Führungsgefechtsstände auf Staffel-, Gruppen- und Geschwaderebene sowie der Waffensysteme, zum anderen auf der Durchführung mehrerer taktischer Bekämpfungsvorgänge mit scharfen Lenkflugkörpern. Unter einsatznahen Bedingungen wurden insgesamt drei HAWK-, vier ROLAND- und ein PATRIOT-Schuss erfolgreich abgegeben. Dabei hatten die Burbacher Soldaten nach Aussage ihres Kommandeurs, Oberstleutnant Walter Krüger, unter außergewöhnlichen Klimabedingungen zu kämpfen. Waren es beim Abflug zu Hause noch 15 Grad Celsius und Regen, so wurden die Soldaten bei Temperaturen von bis zu 55 Grad Celsius auf dem Schießgelände in Kreta auf eine schnelle, unbürokratische Entscheidung des Verteidigungsministeriums dankbar, jedem täglich 4,5 Liter Mineralwasser zur Verfügung zu stellen. Insgesamt fanden so über 8300 Liter ihren Weg in die durstigen Kehlen der Männer. Vor allem dem Willen und der enormen Einsatzbereitschaft der kämpfenden Truppe und der Leistung der Unterstützungscrews im Einsatz war es zu verdanken, dass die Leistungsfähigkeit der Waffensysteme eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden konnte. Der Erfolg des taktischen Schießens wurde durch ein sehr gutes Ergebnis bestätigt, dass den Soldaten durch internationale Bewerter der NATO bescheinigt wurde. Kommandeur Krüger und der Staffelchef der Burbacher Kampfstaffel, Major Volker Schlechtriem konnten auf ihre Soldaten sowie den erreichten hohen Ausbildungsstand stolz und zufrieden sein. Bürgermeister Droege und Pastor Stolz zeigten sich vom Einsatzwillen und -fähigkeiten der Soldaten sowie der Feuerkraft der Waffensysteme ebenso beeindruckt wie von der Kameradschaft der Soldaten unter schwierigen äußeren Bedingungen und ihrer betont offenen Einstellung den Mitreisenden gegenüber.


Vor ihrer Rückkehr nach Deutschland hatten die Soldaten die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Betreuungsprogramms zwei Tage von den Strapazen des taktischen Schießens zu erholen und die kulturelle und geografische Vielfalt der größten griechischen Insel kennen zu lernen. Der Soldatenfriedhof in Maleme, die Spuren der minoischen Kultur in der Ausgrabungsstätte Knossos und eine Wanderung durch die 18 km lange Samariaschlucht sowie das Flair der Hafenstadt Chania waren Höhepunkte des angebotenen Rahmenprogramms.

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