Dies & Das

Ehemalige Soldaten der 1. FlaRak 38 trafen sich in Husum

15.10.2009 12:12 von Jens Joel (Kommentare: 2)

Erinnerungen aufgefrischt und Standorte besichtigt

Gruppenfoto in KrummenortSie vereinbarten vor vielen Jahren, sich in regelmäßigen Abständen zu treffen, über „alte Zeiten" zu diskutieren und so auch Kameradschaft zu pflegen. Was damals kaum jemand für möglich hielt, wurde inzwischen Wahrheit. Man traf sich in diesem Jahr bereits zum fünften Mal. Als Ort des Treffens war Husum, einer der ehemaligen Standorte der Batterie ausgesucht worden. Bereits am Freitag Abend traf man sich in der Julius-Leber-Kaserne zu einem ersten Wiedersehen. Alte Erinnerungen wurden sofort wach, weil die Einheit zu ihrer Husumer Zeit in dieser Kaserne untergebracht war. Wie immer bei solchen Gelegenheiten die Frage: Kennst Du mich noch? Stirnrunzeln, verschärftes Nachdenken und dann klickerte es trotz inzwischen ergrauter oder gar fehlender Haare in den meisten Fällen doch noch. Die Freude des Wiedersehens war allen anzusehen, hatten die meisten doch über viele Jahre gemeinsam in der Einheit Freud und Leid miteinander erlebt. Und dieses Miteinander muss doch wohl etwas ganz Besonderes gewesen sein, denn der Einladung waren in diesem Jahr 80 ehemalige Soldaten mit 40 Ehefrauen bzw. Lebensgefährtinnen gefolgt. Das hieß für die beiden Organisatoren, Stabsfeldwebel a.D. Detlef Belbe und Oberfeldwebel a.D. Michael Hirschbeck viel vorbereitende Planung und Organisation. Für den folgenden Sonnabend hatten sie eine Besichtigung der ehemaligen Einsatzstellung in Hude und einen Besuch beim Lufttransportgeschwader 63 in Hohn vorgesehen. Bei typischem grauen nordfriesischen Himmel ging es dann los zur Fahrt in die ehemalige Einsatzstellung. Dort angekommen, ein trauriger Anblick. Die Stellung war seit Ihrer Räumung im Jahr 1990 vandalisiert worden. Eingeschlagene Fenster und Türen, abgerissene Heizkörper, herausgerissene Kabelreste usw.usw. Allein das Wetter – grau und nass – passte sich der trostlosen Kulisse an. So ging es dann relativ schnell weiter in Richtung Hohn, wo eine Besichtigung der Fliegerhorstfeuerwehr und einer C-160 TRANSALL vorbereitet worden war. Beeindruckend die riesigen Feuerlöschfahrzeuge, ihre Leistungsfähigkeit und ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Bei der Besichtigung der TRANSALL wurden bei den meisten Ehemaligen Erinnerungen wach, war man doch Jahr für Jahr mit diesem Flugzeug zum Jahresschießen nach Kreta geflogen. Besonders die mitgereisten Frauen waren neugierig zu sehen, wie denn wohl das Innenleben des Flugzeugs aussehen würde. Ihre Männer hatten zwar immer erzählt, wir unbequem die Reise in einem Transportflugzeug war, aber selbst einen Blick in das Flugzeug zu werfen, war den meisten bisher noch nicht vergönnt gewesen. Zum Abschied in Hohn konnte dann noch die „Alte Tante JU" bestaunt werden, die dort Ihre Lebensabend verbringt.

 

Am Abend dann in Husum das Finale des diesjährigen Treffens. Es wurde der verstorbenen Kameraden gedacht und dann bei gutem Essen und Trinken von den „guten alten Zeiten" erzählt, erzählt und erzählt. Man wünschte sich weiter gute Gesundheit und freute sich beim Abschied bereits auf das nächste Treffen in drei Jahren.

 

Claus Cleve

 

Oberstleutnant a.D.

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Kommentar von Uwe | 11.02.2017

Gibt es 2018 auch wieder ein Treffen ?
Kommen da nur Zeitsoldaten oder auch Wehrpflichtige ?

Kommentar von Heinz Otto Hiller | 02.12.2013

gibt es denn dort auch noch einen Dieter Reusch oder wo ist er abgeblieben?