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Garnision Heide bereitete den Soldaten herzlichen Empfang

14.08.2008 00:20 von Jens Joel (Kommentare: 1)

Flugabwehrraketen-Bataillon 38 hielt Einzug

Dithmarscher Landeszeitung vom 29.06.1967

Flugabwehrraketen-Bataillon 38 hielt Einzug - Oberstleutnant Keilberth: Dank an die Bevölkerung

Einen Meilenstein in der Geschichte der Stadt nannte Bürgermeister Dr. Wilkens den Einzug des Flugabwehrraketen-Bataillons 38 in ihren jetzigen Garnisionsort Heide. Und er sprach den Soldaten das herzliche Willkommen aus, das die Einwohnerschaft gestern auch selbst bekundete, als sie sich zu Tausenden in den Heider Straßen einfand, um die Soldaten zu begrüßen. Die Anlagen der für rund 40 Millionen DM errichteten Wulf-Isebrand-Kaserne sind nunmehr fast voll belegt. Schon im April zogen das technische Bataillon Sonderwaffen 660 und das Feldjäger-Bataillon 710 in die Kaserne ein.

Zu einem festlichen Appell traten die 600 Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten des FlaRakBtl 38, der Stab des FlaRak-Regiments 3 sowie eine Abordnung der Flugabwehrraketen-Batterie aus Husum gestern im Anschluss an den eindrucksvollen Mo.-Marsch der Einheiten durch die Stadt auf dem Kasernengelände an.
Als stellvertretender Kommandeur meldete Hauptmann Schlopnies das FlaRakBtl 38 an Oberst Wagner, den Vertreter des Kommandeurs der 7. Luftwaffendivision.

"Unser heutiger offizieller Einzug wird von der Freude begleitet, dass es uns vergönnt ist, in eine solche Garnisonsstadt einzuziehen, die schon bei den bisherigen Kontakten soviel ehrliche Aufgeschlossenheit und herzliche Aufnahmebereitschaft gezeigt hat."

Mit diesen Worten sprach der Kommandeur des FlaRakBtl 38, Oberstleutnant Keilberth der Bevölkerung Norderdithmarschens den Dank für ihre vorbildliche Einstellung zu den Aufgaben der Bundeswehr aus. Keilberth hielt kurz Rückblick auf die 20 Monate der Zwischenunterkunft des Bataillons in Krummenort bei Rendsburg. Er betonte, dass das FlaRakBtl 38 immer bestrebt sein werde, sich am Leben für die Gemeinschaft und für das Wohl der Bürger zu beteiligen.

Oberst Wagner sprach im Auftrage des Kommandeurs der 7. Luftwaffendivision, Brigadegeneral Proll, der sich zur Zeit auf einer Dienstfahrt in Norwegen befindet. Seiner Gratulation zum Einzug des Bataillons in die Garnison Heide schloss er den Appell an die soldatische Verpflichtung an. An die Bitte, den Soldaten das mit mancherlei Schwierigkeiten verbundene Einleben in den neuen Standort zu erleichtern.

Der Garnisonsstadt Heide wünschte Oberst Wagner eine glückliche und erfolgreiche Zukunft und hob das gemeinsame Bestreben hervor, der Stadt, dem land und dem Volk zu dienen. Bürgermeister Dr. Wilkens verband die Freude über den Einzug der Sodaten mit der Feststellung, dass mit dem 28. Juni 1967 die Tradition der Stadt Heide fortgesetzt werde. Bereits 1914 war Heide Garnison und brachte damals, wie Dr. Wilkens erklärte, 1,2 Millionen Mark auf, um die damaligen Kasernen zu errichten. Der Bürgermeister erinnerte weiter an die Sturmflut vom 17.02.1962. Der Einsatz der Bundeswehr in den Tagen der Flutkatastrophe bleibe unvergessen. Die Soldaten haben sich damit - so sagte Dr. Wilkens - einen Platz im Herzen der Menschen dieser Landschaft erworben. Mit Hinweis auf das historische datum des 17.02.1500, als Dithmarschen unter Führung von Wulf-Isebrand seine Freiheit verteidigte, ging Bürgermeister Dr. Wilkens auf den Namen der neuen Kaserne ein. Die Grüße des Kreises Norderdithmarschen an die Soldaten übermittelte Kreisoberamtmann Schrödter im Auftrag des dienstlich ortsabwesenden Landrats Hannemann. Schrödter betonte die Bereitschaft der Dienststellen des Kreises, die Truppeneinheiten in jeder Weise zu unterstützen.

Standortältester Oberstleutnant Hasselmann begrüßte das FlaRakBtl 38 auf einem Empfang im Wirtschaftsgebäude Ost der Kasernenanlage. Zugleich gab er die Ernennung von Oberstleutnant Keilberth zum Kasernen-Kommandanten bekannt. Als Zeichen der Begrüßung überreichte er dem Bataillonskommandeur ein eingerahmtes Exemplar der Reportage-Sonderseite der Dithmarscher Landeszeitung, in der die Wulf-Isebrand-Kaserne beschrieben und die Kommandeure im Bild vorgestellt sind.

Namens der alten Soldaten brachte der Pionieroberst a.D. Dr. Wriede die Grüße und Wünsche zum Ausdruck, insbesondere namens des schleswig-holsteinischen Soldatenbundes Kyffhäuser und der Traditionsverbände. Besonders erfreut äußerte er sich über die Bezeichnung "Wulf-Isebrand-Kaserne".
Oberstleutnant Keilberth dankte allen Sprechern für die herzlichen Grußworte und insbesondere den Heider Bürgern für den überaus freundlichen Empfang.

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Kommentar von Michael Kuse | 08.04.2009

Hallo,
Ich war 1982-1983 in Dellstedt 2/38 stazioniert.
vielleicht gibt es jemanden der das liesst der auch zu dem Zeitpunkt dort stationiert war?