Dies & Das

1000 Mann und 550 Fahrzeuge in 350 Waggons

08.04.2007 00:22 von Jens Joel (Kommentare: 0)

Pressebericht vom 25.08.1990

Nach fast vier Monaten ist es geschafft:
Ankunft am Bahnhof Betzdorfdas Flugabwehrraketengeschwader38 (FlaRakG 38) hat mit allen Staffeln den neuen Einsatzraum bezogen. Nachdem bereits zwei Staffeln des seit dem 28. Juni 1967 in Heide stationierten Flugabwehrraketengeschwaders zwischen Mai und Juni in den neuen Einsatzraum Burbach-Homberg-Arolsen-Lich verlegt wurden, hat nun der Rest des Geschwaders mit Versorgungsstaffel, Stabsstaffel 1. und 2. Staffel endgültig die angestammte und vertraut gewordene Heimat in Dithmarschen und Nordfriesland verlassen.

Fast unbemerkt vbon der Umrüstung der FlaRakG "NIKE" auf das neue Waffensystem "PATRIOT" und der damit verbundenen Umstrukturierung der Luftverteidigung wurde das FlaRakG 38 "Opfer" dieser Maßnahmen: es musste als einziger "HAWK-Verband seine langjährigen Stationierungsräume in Schleswig-Holstein für das FlaRakG 26 "PATRIOT" räumen, und 600 km nach Süden in den Raum Siegen/Kassel verlegen.

Sind Verlegeübungen mit dem vollbeweglichen Waffensystem HAWK für die Soldaten Routine, so ist doch die Verlegung eines komletten Geschwaders mit rund 1000 Mann, 550 Fahrzeugen und alem Gerät einschließlich der Ausrüstung ein Ereignis, das nur wenige Soldaten während ihrer Dienstzeit miterleben.

Aus Gründen des Umweltschutzes und wegen der ohnehin bereits verstopften Straßen hatte man sich zu einer Verlegung auf der Schiene entschlossen. Insgesamt rollten 350 Waggons - das entspricht einer Gesamtlänge von etwa 6,5 km - nach Süden.

In Burbach angekommen, zollte der Kommodore des Geschwaders, Oberstleutnant Roland Herz, den Soldaten seine Anerkennung: mit viel Engagement, Sachkunde und Flexibiität hatte jeder seiner Soldaten zum reibungslosen Gelingen des Unternehmens beigetragen.

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