Dies & Das

Klares Bekenntnis für Standort

02.11.2005 22:49 von Jens Joel (Kommentare: 0)

HNA vom 12.11.1999

Prinz-Eugen-Kaserne

Durch die Strukturreform ist der Standort Mengeringhausen nach Angaben von Generalmajor Klaus-Dieter Kurth nicht gefährdet.

Mengeringhausen
Dieter Kurth, Kommandeur der 2. Luftwaffendivision in Birkenfeld, bei seinem Besuch in der Prinz-Eugen-KaserneEin klares Bekenntnis für den Bundeswehr-Standort Bad Arolsen/Mengeringhausen legte Generalmajor Klaus-Dieter Kurth, Kommandeur der 2. Luftwaffendivision in Birkenfeld, bei seinem Besuch in der Prinz-Eugen-Kaserne ab. Die Soldaten der Flugabwehr-Raketengruppe 38, die Anfang des Jahrzehnts aus Schleswig-Holstein nach Mengeringhausen verlegt worden waren, hätten dort schnell eine neue Heimat gefunden, unterstrich Kurth. Das sei ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung, ob der Standort nach der neuen Strukturreform der Bundeswehr erhakten werden könne.

Wichtiges Waffensystem
Der Divisionskommandeur sieht durch die Reform keine Bedrohung für den Standort
Mengeringhausen. Seine Haltung begründete er mit dem anstehenden Austausch des veraltetem Waffensystems Hawk, mit dem die dort eingesetzten Soldaten arbeiten. Die Hawk-Raketen sollen durch modernste Raketen ersetzt werden, die derzeit im einzigen Rüpstungs-Kooperationsprogramm zwischen den USA und der Bundesrepublik entwickelt werden. Diesem Programm messe die Politik hohe Bedeutung zu, weil es eine faire Zusammenarbeit zwischen beiden Nationen und deren Industrie über den Atlantik hinweg zeigen solle.


Ab 2005 sollen die auch im Raum Mengeringhausen stationierten Hawk-Raketen gegen das neue Meads-System (steht für Mittleres Waffensystem für erweiterte Luftverteidigung) ausgetauscht werden. Diese Systeme seien nötig, um Mitteleuropa gegen Raketen verteidigen zu können, die aus großer Entfernung abgeschossen werden könnten. In dieses neue Verteidigungskonzept, das nicht mehr von einer Bedrohung aus dem Ostblock ausgeht, passten die Hawk-Raketen nicht hinein. Deshalb seien "die neuen Systeme struktursicher", unterstrich Kurth. "Das Heer hat viel Platz gemacht", stellte der General fest, nachdem er die Prinz-Eigen-Kaserne besichtigt hatte. Er kenne keine Kaserne, die so großzügig angelegt sei. Das ermögliche auch Kapazitäten für einen "Aufwuchs" an dem Standort. Besonders wichtig sei aber für die Soldaten, dass sie "lebendig eingebunden" seien in das zivile Umfeld. Ein weiterer wichtiger Faktor für den Standort sei der nahegelegene Übungsplatz. Der könne genutzt werden, ohne dass die Bürger der Stadt belästigt würden. Am Rande des Besuchs vereinbarten Bürgermeister Schaller und Staffelkapitän Schulz den ersten gemeinsamen Neujahrsempfang von Stadt und Bundeswehr. Am 21. Januarwerden sie dazu in die Stadthalle Mengeringhausen einladen. Damit will die Stadt, die bisher keinen Empfang ausgerichtet hatte, ein Zeichen für den Standort setzen.


Kurth bezeichnete den gemeinsamen Empfang als "starkes Zeichen" für die Bundeswehr. Er kündigte an, die Stadt zu den Barockfestspielen im Frühjahr 2000 erneut zu besuchen.

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