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Tag der offenen Tür in der Siegerland-Kaserne

08.04.2007 22:35 von Jens Joel (Kommentare: 0)

Tausende blickten hinter die Kulissen

Siegener Zeitung vom 09.08.1999

Tausende blickten hinter die Kulissen

Bundeswehr bot breites Spektrum an Informationen - Ausstellung zur Geschichte im Haus Herbig

Beladefahrzeug LoaderBurbach. In Scharen passierten die Besucher am Samstag das Tor zur Siegerland-Kaserne. Kommt man ansonsten ohne Ausweiskontrolle nicht auf das Militärgelände, so konnten anlässlich der Standortfestwoche alle interessierten Bürger einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen. Mehr als 8000 Gäste, so bilanzierte Stabsfeldwebel Richard Stettner, nutzten diese Gelegenheit. Eine beachtliche Zahl, hingen doch morgens noch Regenwolken über der Lipper Höhe. Mit der Sonne strömten dann immer mehr Menschen aus den Pendelbussen durch das Kasernentor. Die Soldaten hatten sich bestens auf den Andrang vorbereitet.

Im Mittelpunkt des Geschehens standen Vorführungen mehrerer Waffensysteme. Aufmerksam beobachteten die Besucher beispielsweise den Ladvorgang an einer Hawk-Abschussvorrichtung. Mit dem einzigen Kettenfahzeug der Luftwaffe, quasi einer Mini-Raupe, werden die raketen nachgeladen.

Binnen weniger Sekunden ist die tragbare Fliegerfaust des Typs Stinger 2 wieder einsatzbereit. Das Boden-Luft-Lenkflugkörpersystem wird im Ernstfall überwiegend von Reservisten eingesetzt.

Auch die Waffensysteme Patriot und Roland waren in der Siegerland-Kaserne zu besichtigen. Der Blick in eine Stube der Wehrpflichtigen ließ so manchen Betrachter staunen. "Das passt alles in den Schrank?" wurde immer wieder verblüfft gefragt.

Mit interessanten Exponaten gewährte die Wehrbereichsverwaltung einen Überblick über die Umweltschutzbemühungen in der Truppe. so war zu erfahren, dass die Bundeswehr ein Kabelnetz von rund 12200 km betreut, teils noch aus Kaisers Zeiten.

Auch die unterschiedlichen Arten von Munution und Minen wurden vorgestelltDie neue Schutzhelm-Generation besteht nicht mehr aus Blech, das später nicht mehr aus Blech, sondern aus resycelbaren Aramid, das später zu Feuerschutz-Handschuhen und Bremsbelägen verarbeitet werden kann.
Auf dem Laufsteg vor der Turnhalle präsentierten Soldatinnen und Soldaten den Wandel der Bekleidung, während auf dem Sportplatz die Hundestaffel ihr Können demonstrierte. Für Abwechslung sorgten Wettkämpfe der Bundeswehr-Feuerwehr gegen den Löschzug Niederdresselndorf. Die Spielmannszüge Burbach und Wahlbach sorgten für die musikalische Untermalung. Jede Menge Informationen konnte man u.a. an den Ständen der Reservisten, des Bundeswehrverbandes oder im Gespräch mit Wehrdienstberatern erhalten.

Wer sich für die Geschichte der heimischen Bundeswehr interessiert, dem sei die heute Nachmittag eröffnete Ausstellung im Haus Herbig in Burbach empfohlen. Bis zum 29. August gibt es dort mittwochs und samstags von 15 bis 18 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Alte Vogtei Informationen über die Partnerschaft zwischen Bürgern und Bundeswehr sowie Ausstellungsstücke aus der Anfangszeit der Siegerland-Kaserne bis zur heutigen Zeit zu sehen.

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