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Zaun um neue Flugabwehrraketen

11.06.2002 14:29 von Jens Joel (Kommentare: 0)

BAD AROLSEN-MENGERINGHAUSEN.

440 Soldaten der Luftwaffe ziehen in den nächsten Monaten in die renovierten Gebäude in der Prinz-Eugen-Kaserne ein. Heute wurde das erste an den Chef der 1. Staffel der Flugabwehrraketengruppe 21, Major Ulrich Schmidt, übergeben. Damit wird zugleich der Wechsel von dem über 40 Jahre alten Flugabwehrsystem Hawk auf die im Golfkrieg gegen den Irak erfolgreich eingesetzten Patriot-Raketen begonnen.

Drei Millionen Euro lässt sich der Bund in diesem und im kommenden Jahr die "Anpassung der Infrastruktur" auf dem Hagen kosten, wie der stellvertretende Leiter der Standortverwaltung Bad Arolsen, Peter Bilstein, erklärte. Dazu gehören die Renovierung der Unterkunftsgebäude, Umbaumaßnahmen im Technischen Bereich und eine teilweise Umgestaltung des Standortübungsplatzes. Ein Drittel des Geländes wird als so genannte Friedensausbildungsstellung eingezäunt, um den Zugang Unbefugter zu den in Kürze entstehenden Mehrzweckgebäuden zu verhindern. Dort werden Abstellmöglichkeiten für die mobilen Waffensysteme und Stromanschlüsse geschaffen.


Die 1. Staffel der Flugabwehrraketengruppe 21 ist bisher in Westkirchen im Kreis Warendorf stationiert gewesen und wird am 1. Juli offiziell in die Prinz-Eugen-Kaserne einziehen. Im September/Oktober kommen aus Datteln die 4. und aus Lennestadt die 5. Staffel. Im Oktober 2003 soll die 3. Staffel der 21er umziehen. Damit werden alle vier Einheiten, die derzeit auf zwölf militärischen Liegenschaften verteilt sind, an einem Standort zusammengefasst. Zwei Staffeln der Flugabwehrraketengruppe 38 werden zum 1. Oktober 2002 aufgelöst. Ein Teil der Soldaten wird umgeschult und in die neu aufgestellten Einheiten auf dem Hagen aufgenommen. Die übrigen Soldaten werden an andere Standorte versetzt. Im kommenden Jahr wird die zunächst in Mengeringhausen verbleibende 1. Staffel der 38er mit 115 Soldaten nach Schöneck mit dem System Hawk verlegt. Geplant ist eine gemischte Hawk/Roland-Einheit. Ausgedient haben die bisher für die Hawk-Systeme genutzten Friedensausbildungsstellungen auf dem Quast bei Rhoden, auf dem Heitzelberg bei Freienhagen und bei Flechtdorf. Sie werden voraussichtlich nicht mehr für militärische Zwecke benötigt, nachdem sie Jahrzehnte zunächst von den belgischen Streitkräften und zuletzt von der Bundeswehr genutzt worden waren. Die bisher auf den drei Stellungen eingesetzten Diensthundeführer bleiben als zivile Mitarbeiter der Bundeswehr in Mengeringhausen. Somit werden 20 Mann übernommen und sollen langfristig 15 oder 16 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die bisher von einem gewerblichen Wachdienst wahrgenommenen Sicherungsaufgaben werden im gleichen Zuge auf das Bundeswehrpersonal übertragen.

 

Armin Haß

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