Dies & Das 39

Das Bataillon hat an Statur gewonnen

28.04.1979 21:16 von Eckernförder Nachrichten (Kommentare: 0)

Lob für scheidenden Kommandeur des FlaRak 39 und „seine" Soldaten

Eckernförde (ak) „Unter Ihrer Führung hat das FlaRak-Bataillon 39 an Statur gewonnen. Sie haben es geprägt, und Sie hatten Fortune." Mit diesen Worten verabschiedete der Kommandeur des Flugabwehr- Raketen-Regiments 3, Oberst Karl Sasse, Oberstleutnant Klaus Heins, der über fünf Jahre dem Bataillon vorstand.

 

An dem feierlichen Abschiedszeremoniell nahmen gestern Morgen auf dem Gelände der Preußer-Kaserne viele Ehrengäste aus dem militärischen und zivilen Bereich teil. Gemeinsam mit dem Regimentskommandeur schritt Klaus Heins die Ehrenformation „seiner" Soldaten ab.

 

Oberst Sasse übergab anschließend das Bataillon an Oberstleutnant Ulrich Depkat, der als Kommandeur die Nachfolge von Oberstleutnant Klaus Heins antritt. Dieser nimmt seine Lehrtätigkeit an der Führungsakademie Hamburg auf.

Dankesworte, Verabschiedungen

Sasse meinte weiter anerkennend, dass Heins erkannt habe, dass ein militärischer Führer nur erfolgreich sein und mit dem Verband außergewöhnliche Belastungen bestehen könne, wenn „der Mensch im Soldaten zu seinem Recht" komme. Vor den Soldaten und den Gästen sagte Sasse: „Ihre Aufgeschlossenheit und Kontaktfreudigkeit hat dazu beigetragen, dass das Bataillon im Leben der Stadt seinen festen Platz hat."

 

Vor dieser Rede hatte Oberstleutnant Heins sich schon von der Truppe verabschiedet und skizzenhaft die wichtigsten Daten der gemeinsamen Arbeit in Erinnerung gerufen. Heins dachte dabei an das Jahr 1974, als er zum Bataillon kam und es in einem guten Ausbildungsstand vorfand. Das Jahr 1975 sei hauptsächlich vom Kreta-Unglück überschattet gewesen. 1976, so Heins, sei die Hauptphase der Umrüstung auf das Waffensystem Improved Hawk gewesen. Danach nahm das Bataillon Anfang 1977 den vollständigen Luftverteidigungsauftrag wieder auf. Ziemlich ungewöhnlich seien die Belastungen gewesen, die das Bataillon im letzten Jahr auf sich nehmen musste. Neben dem Jahresschießen erwähnte Heins auch die Überprüfung durch die Gruppe der Geräte- Inspizienten der Luftwaffe. „Doch allen Belastungen zum Trotze schnitten wir bei jeder Übung und bei jeder Überprüfung sehr gut ab", meinte Heins abschließend nicht ohne Stolz. Er dankte allen Soldaten für Zusammenarbeit und treue Pflichterfüllung. und Begrüßung bestimmten die Reden der vielen Ehrengäste, die bei dem anschließenden Empfang zu Wort kamen, um die Familie Heins zu verabschieden, Familie Depkat zu begrüßen und allen Glück zu wünschen.

 

„Ganz besonders herzlich" bedankte sich Oberstleutnant Heins bei den beiden Menschen, die ihn unmittelbar „ertragen" und mit seinen Launen fertig werden mussten: seinem Stellvertreter Oberstleutnant Uwe Heikamp und seiner Sekretärin Renate Mackrodt mit netten Geschenken, die er und seine Frau natürlich auch von vielen Gästen zum Abschied bekamen.

 

Abschiedsrede

Abschiedsrede: Oberstleutnant Klaus Heins am Rednerpult, flankiert von Regimentskommandeur Oberst Karl Sasse (links) und dem neuen Bataillonskommandeur Oberstleutnant Ulrich Depkat. Foto: Kronemeyer

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