Dies & Das 39

Generalbesuch bei Raketensoldaten

15.07.1977 23:42 von Schlei Bote (Kommentare: 0)

Übung der 4. Batterie des FlaRakBtl 39 mit dem neuen Raketensystem

Süderbrarup/Langsee (uk) Große Aufregung bei der 4. Batterie des FlaRakBtl 39, das in Süderbrarup stationiert ist: hoher militärischer Besuch hatte sich angesagt, um zu testen und zu sehen, wie sich die Batterie mit dem I-Hawk-Waffensystem im beweglichen Einsatz bewährt. Zu diesem Zweck war bereits einen Tag zuvor ein Teil der Soldaten und der Ausrüstung auf den Truppenübungsplatz an den Langsee ausgerückt, der Rest der Batterie kam einen Tag später nach.

 

Dann ging es los: gleich drei Hubschrauber tauchten am Horizont auf, machten viel Krach, Staub, Wirbel und Wind: es entstieg der hohe Besuch, voran der Kommandeur der 6. Panzerrenadierdivision, Generalmajor Hans Poeppel aus Neumünster sowie weitere Offiziere des Stabes dieser Division, der Kommandeur der 4. Luftwaffendivision, Generalmajor Hans-Joachim Willert, der einst in der Vor-Süderbrarup- Zeit Chef der 1. FlaRakBtl 39-Batterie war und bis 1974 als Regimentskommandeur des FlaRakRgt 3 in Heide zuständig war.

 

Zur Stelle war auch sein Nachfolger Oberst Karl Sasse sowie der Kommandeur des FlaRakBtl 39, Oberstleutnant Klaus Heins aus Eckernförde, und sein Stellvertreter Oberstleutnant Klaus Heikamp, dem die Aufgabe zukam, die entsprechenden Erläuterungen zu den Vorführungen zu geben.

 

Major Axel Hartmarin als Chef der  Batterie aus Süderbrarup demonstrierte  mit rund 50 Fahrzeugen und 120 Soldaten auf dem Langsee-Truppenübungsplatz einen Einsatz eines Fla-Rak-Verbandes im Rahmen der integrierten Luftverteidigung der NATO, da das I-Hawk-System - also das „improved" (= verbesserte) Waffensystem erst seit relativ kurzer Zeit in der Luftverteidigungspraxis angewandt wird, gab Oberstleutnant Heidekamp auch Informationen über die Besonderheiten dieses Systems.

 

Kritisch und mit Ferngläsern verfolgten die hohen Militärs die vor ihnen abrollende Einsatzübung. Generalmajor Hans Poeppel übernahm vor vier Jahren das Kommando der 6. Panzergrenadierdivision in Schleswig-Holstein, deren  Dienstsitz Neumünster ist. Als einziger Großverband der Bundeswehr in den Ländern Schleswig-Holstein und Hamburg - nördlich der Elbe - ist die Division in den NATO-Bereich Nord integriert. Die Division ist dem bereits in Friedenszeiten bestehenden NATO-Korps- Stab Landstreitkräfte Jütland und Schleswig-Holstein (COMLANDJUT) für eine Vielzahl von NATO-Übungen unterstellt, Truppendienstlich untersteht sie dem 1. Korps in Münster und logistisch dem Territorialkommando Schleswig-Holstein.

 

Mit der dänischen Jütland-Division und mit dem aus den Reihen der 6. Division aufgestellten Heimatschutzkommando trägt die „Sechste" die Hauptlast der Verteidigungsanstrengungen im nördlichsten Bundesland. Zahlreiche deutsch-dänische Übungen tragen dazu bei, dass die Kooperation mit dem skandinavischen Partner ständig gefestigt und vertieft wird.

 

4. Batterie des FlaRakBtl 39 voll im Einsatz
Während die Beobachter von ihrem „Ansitz" zuschauen, sind die Soldaten der 4. Batterie des FlaRakBtl 39 voll im Einsatz. Geschossen wurde mit den Hawks allerdings nicht - das geschieht beim Jahresschießen auf Kreta ... (Fotos: koe)
 
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