Dies & Das 39

Mit dem Pfeil und Bogen

09.09.1976 01:08 von Schlei Bote (Kommentare: 0)

Wanderpokal des Standortältesten der Thorsberg-Kaserne an die Polizei

Wo immer geschossen wurde fanden sich "Ratgeber" in großer Zahl ein Foto: koeSüdarbrarup (uk) Ein besseres Vor-Geburtstagsgeschenk konnte sich der Chef der Süderbraruper Polizei, Rudi Link, kdum wünschen: Er errang mit seinen Beamten Uwe Wallenstein, Gerhard Kursdius und seinem Amtsnachfolger Rolf Andresen - Rudi Link tritt demnächst in den wohlverdienten Ruhestand - den Wanderpokal des Standortältesten der Süderbraruper Thorsberg-Kaserne. Zum dritten Male fand in dieser Woche dieses Schießen statt, und Major Henner Treiber, um dessen Pokal es ging, freute sich mit den Beamten.

 

Eigentlich hätten sich die Mannschaft der Bundeswehr und der Polizei den Pokal teilen müssen, denn beide waren mit 582 erreichten Ringen gleichauf. Doch die Bundeswehr war im vergangenen Jahr Gewinner des Pokals gewesen und so wurde der Pokal an die ebenbürtige Mannschaft „abgegeben", schließlich ist es ja ein Wanderpokal...

in diesem Jahr war die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften 'von sieben auf zehn erweitert worden. „Neulinge" dieses Schießwettbewerbs waren Mannschaften der Gemeinden Maasholm und Tolk – in den beiden Gemeinden liegen Stellungen der FlaRakBtl. 39 - und eine Mannschaft der Süderbraruper Realschule. Wie es sich für Neulinge gebührt, „begnügten" sie sich mit den hinteren Plätzen und ließen den alten Hasen den Vortritt. Allerdings war auch das Team der Gemeinde Süderbrarup nicht recht in Form. Um es spannend zu machen und synchron mit Major Treiber zu bleiben, sei mit der Siegerehrung von hinten begonnen.

 

Bekanntlich beißen den Letzten die Hunde Doch bei der Bundeswehr ist das anders, jedenfalls beim Schießwettbewerb mit den Zivilisten. Für die „rote Laterne" gab es wieder Rollmöpse, diesmal für die Lehrerschaft, die zum Lohn für ihre 460 Ringe diesem lukullischen Genuss frönen durfte. Auf immerhin 512 Ringe hatte es die Süderbraruper Gemeindemannschaft gebracht, die damit auf dem 9. Platz lag. Platz acht ging an die Gemeinde Tolk mit 523 Ringen und Platz sieben an die Gemeinde Maasholm. die 531 Ringe aufzuweisen hatte. Gut im Rennen lag die Pressemannschaft, die sich mit 334 Ringen auf den 6. Platz vorgearbeitet hatte. Immerhin bildete dieses Team vor einem Jahr noch das Schlusslicht und kam durch sein gutes Abschneiden diesmal allerdings Um den Rollmops- Genuss. Gleichermaßen schusskräftig waren mit je 551 Ringen die Feuerwehr und das Amt Süderbrarup. Sie belegte« damit den 4. Platz und sowohl Kreisbrandmeister Christian Marxen als auch Amtsvorsteher Max Werner Detlefsen hätten Grund zur Freude. Während die Feuerwehr damit ihren vierten Platz vom vergangenen Jahr erfolgreich verteidigte, hat das Amt sich um eine Nummer verbessert.

 

Ganz besonders „mauserte" sich die Jägerschaft, sie ließ den 6. Platz weit hinter sich und würde nun mit 564 Ringen gar dritter. Siegreich und ebenbürtig, wie schon eingangs erwähnt, waren die punktgleiche Bundeswehr und die Polizei. Einen besonderen Eindruck hatte bei den Soldaten der Lehrer Ohnesorg - ein „Gedienter" —' hinterlassen, der mit dem Maschinengewehr neunmal die Zehn und einmal die Neun traf und auch beim Bogenschießen seiner Mannschaft 16 Punkte sicherte. Lob gab es aus des Majors Munde auch für die beiden teilnehmenden Damen, die am MG „funktional und perfektional" in Aktion getreten waren.

 

Während die Utzi (Maschinenpistole und das G 3 (Gewehr) zur Grundbedingung des Wanderpokalschießens gehören, lässt die dritte Disziplin für Überraschungen Viel Spielraum. Wurde im vergangenen Jahr auf Tontauben geschossen, so mussten diesmal Pfeil und Bogen gehandhabt werden Das war eine greuliche Waffe und wer die Scheibe überhaupt traf, durfte schon auf Beifall rechnen. Manche der abgeschossenen Pfeile „verhungerten" auf der 25-m-Distanz. Bei den weniger Geübteren zitterten die Hände.

 

Bei der stimmungsvollen Siegerehrung im „Fuchsbau" der Thorsberg- Kaserne stellte Major Treiber auch für nächstes Jahr ein Pokalschießen in Aussicht. Mit dem Schlachtruf der „Saubatterie". - der ersten Batterie des Flarakbtl. 39 - einem dreifachen Horrido und dem Ausruf: „Fass die Sau am Schwanze" fand die Begegnung zwischen Zivilisten und Soldaten ihr Ende. Allerdings dauerte der gemütliche Teil für den einen und anderen bis in die frühen Morgenstunden.

Nicht nur in das Amt seines Nachfolgers, sondern auch in Pfeil- und Bogenschießen weist Polizeistations-Leiter Rudi Link (links) seinen Kollegen Rolf Andresen ein
Nicht nur in das Amt seines Nachfolgers, sondern auch in Pfeil- und Bogenschießen weist Polizeistations-Leiter Rudi Link (links) seinen Kollegen Rolf Andresen ein
 
 Die Lehrermannschaft der Realschule lässt sich in die Handhabung der Maschinenpistole einweisen
Die Lehrermannschaft der Realschule lässt sich in die Handhabung der Maschinenpistole einweisen

Zurück

Einen Kommentar schreiben