Dies & Das 39

Umrüstung steht unmittelbar bevor

26.07.1975 22:19 von Schlei Bote (Kommentare: 0)

Generalmajor Bieber besuchte Flugabwehr-Raketenbataillon 39 in Süderbrarup

Süderbrarup/Maasholm (koe). Das Flugabwehr-Raketenbataillon 39 - Sitz in Eckernförde/Süderbrarup - wird als zweite Einheit der Bundesrepublik auf ein modernes Waffensystem der Bezeichnung „Basic Improved Hawk" umgerüstet. Zunächst wird der Kern der in Süderbrarup stationierten ersten Batterie Mitte August in die USA fliegen, um mit den neuen Waffen vertraut gemacht zu werden. Das gab Generalmajor Helmut Bieber, stellvertretender kommandierender General des Luftflottenkommandos mit dem Sitz in Köln-Wahn, anlässlich eines Informationsbesuches in der Süderbraruper Thorsberg-Kaserne bekannt.

 

Nach den Worten des Generalmajors wird durch diese Umrüstung die Verteidigungsbereitschaft gegen Angriffe aus der Luft wesentlich verbessert und bis in die 80er Jahre Bedeutung behalten. In Begleitung von Oberstleutnant Heins, dem Kommandeur des Fla-Rak-Bat. 39, und Oberst i. G. Griese hatte der General zuvor die Stellung in Maasholm besucht und sich über Fragen der Ausbildung informiert.

 

In Eckernförde war Generalmajor Bieber zu Gesprächen mit Offizieren und Soldaten im Mannschaftsheim der Preußer-Kaserne zusammengekommen und war im Rathaus auch von Bürgermeister Schulz empfangen worden. Den vier Batterien machte der hohe Gast das Kompliment, die Abschluss-Tests vor der Umrüstung glänzend bestanden zu haben.

 

Sowohl bei den taktischen Übungen als auch bei den vorangegangenen Schießen auf Kreta habe sich die große Leistungsfähigkeit des Bataillons gezeigt. In Süderbrarup galt die Aufmerksamkeit des Generals vor allem der ersten Batterie, die von dem tragischen Flugzeugunglück: auf Kreta schwer betroffen worden war.

„In erstaunlich kurzer Zeit — das hat die Erfolgskontrolle ergeben - hat die Batterie zu ihrer ursprünglichen Leistungsstärke zurückgefunden", sagte Bieber. Den Gesprächen mit allen Beteiligten habe er entnehmen können, dass sich zwischen Offizieren, Soldaten und Hinterbliebenen ein „Geist des Zusammenhalts" gebildet habe. So tragisch das Unglück auch gewesen sei, Angehörige der Batterie, die Hinterbliebenen und die Bevölkerung hätten unbürokratisch zu einer beispielhaften Kameradschaft gefunden.

 

„Heute ist niemand allein", sagte Generalmajor Bieber und wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass einige Familien der tödlich verunglückten Soldaten in Süderbrarup wohnen geblieben sind. Der General war von Maasholm aus mit dem Hubschrauber nach Süderbrarup gekommen. Nach dem Rundgang, nach Informationsgesprächen und einem Mittag-essen - es gab auf „höchste Anordnung" gebratene Butt -flog der Besucher nach Jagel weiter.

 

Mit dem Hubschrauber trafen Generalmajor Helmut Bieber (Mitte), Oberstleutnant Klaus Heins (links daneben) und Oberst i. G. Griese in Süderbrarup ein
 

Mit dem Hubschrauber trafen Generalmajor Helmut Bieber (Mitte), Oberstleutnant Klaus Heins (links daneben) und Oberst i. G. Griese in Süderbrarup ein

Zurück

Einen Kommentar schreiben